Video: Koa, eine Zutat aus «Food-Waste»-Ressourcen

Koa ist ein Kakaofruchtsaft, hergestellt aus dem Fruchtfleisch der Kakaofrüchte. Da sich die herkömmliche Schokolade-Industrie lediglich auf die Kakaobohnen konzentriert, landet das Kakaofruchtfleisch, das 25% des Fruchtwerts ausmacht, normalerweise im „Food Waste“-Eimer. Indem Koa diesen «pflanzlichen Abfall» in eine Lebensmittelzutat verwandelt, optimiert es die Ressourcennutzung und schafft gleichzeitig neue Arbeitsplätze und erhöhtes Einkommen in ländlichen Gemeinden in Ghana. Das Unternehmen unterstützt dadurch insbesondere SDG8 Menschenwürdige Arbeit sowie SDG12 «Nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster».

Koa, eine Zutat aus «Food-Waste»-Ressourcen

Zum innovativen Ansatz von Koa

Welche gesellschaftlichen Herausforderungen adressiert Koa?

Das ländliche Afrika wird zumeist mit Ressourcen verbunden, allerdings nur mit der ersten Stufe der Wertschöpfungskette: der Rohstoffgewinnung. Diese limitierte Wahrnehmung führt dazu, dass das wirtschaftliche Potential nur ansatzweise ausgeschöpft wird. Eine der begehrten westafrikanischen Rohstoffe ist die Kakaofrucht, wobei die Schokolade-Industrie lediglich Interesse an den Kakaobohnen zeigt. Das Fruchtfleisch, was 25% des Wertes dieser Frucht ausmacht, geht verloren.

Wie sieht der Lösungsansatz aus?

Koa verwendet diesen «Abfall» und verwandelt ihn in eine Zutat für Getränke und Esswaren. Die Rohstoffgewinnung und Herstellung des Produkts im Einklang mit der Natur und in enger Zusammenarbeit mit der bestehenden Gemeinschaft. Mit diesem innovativen Ansatz möchte das Unternehmen aufzeigen, dass es auch in ländlichen Gebieten eine breitere Wertschöpfung gibt, die neueste Technologien einsetzt und auf einer nachhaltigen und verantwortungsbewussten Geschäftspraktik beruht.

Was sind die Herausforderungen?

Anfangs bestand die grösste Schwierigkeit darin, sich in die vorhandene Wertschöpfungskette sowie das bestehende Kultursystem einzufügen. Dazu war insbesondere bei Prozessentscheidungen ein enger Austausch mit den Kleinbauern notwendig. Koa konnte sich nicht auf bestehende Infrastrukturen verlassen, sondern musste diese neu aufbauen. Schliesslich sollte die Verarbeitung des Produkts den internationalen, hohen Standards entsprechen – eine Grundvoraussetzung für Koa.

Was sind die Ergebnisse (impact)?

Der innovative Ansatz dieser Geschäftsidee erlaubt nicht nur eine nachhaltige Produktion, indem aus Food Waste ein neues Produkt entwickelt wird. Es ermöglicht auch Kleinbauern in Ghana, das Einkommen um 30% zu steigern und schafft neue, wertvolle Arbeitsplätze mitten im westafrikanischen Regenwald.

Welche Vision verfolgt das Unternehmen?

Die Vision von Koa ist, die wertvollen Ressourcen unseres Planeten optimal zu nutzen und jedem Menschen, der darauf lebt, bessere Lebensbedingungen zu bieten. Gleichzeitig will Koa das glaubwürdigste Unternehmen werden, indem es natürliche, pflanzenbasierte Ressourcen vom ländlichen Afrika in eine Gaumenfreude für die globale Gesellschaft verwandelt und dabei Arbeitsplätze sowie erhöhtes Einkommen für Kleinbauern in Ghana ermöglicht.

Lässt sich die Lösung von Koa multiplizieren und skalieren?

Während Koa derzeit auf ländliche Gebiete in Ghana fokussiert, lässt sich dieser Lösungsansatz selbstverständlich in allen Ländern der Welt, wo die Kakaofrucht wächst, skalieren. Gleichzeitig kann die Idee bei anderen Rohstoffen, wie der Kaffeefrucht, angewendet werden. Dort werden jährlich etwa 60 Milliarden Tonnen Fruchtfleisch weggeschmissen. Auch dieses Fruchtfleisch beinhaltet viele Vitamine und Nährstoffe.

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