Wirtschaft bekennt sich zu nachhaltiger Verantwortung

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Winterthur – Immer mehr Schweizer Unternehmen verfolgen Nachhaltigkeitsziele. So lautet das Kredo des Wirtschaftsgipfels mit dem Titel „Swiss Green Economy Symposium“ (SGES) in Winterthur. Über 600 Entscheidungsträger nahmen daran teil.

„Symposien dieser Art haben einen unschätzbaren Stellenwert, um das Silodenken zu überwinden“, sagte die Vorsteherin der Volkswirtschaftsdirektion des Kanton Zürich Carmen Walker Späh in ihrer Begrüssung am SGES 2021. Als Wirtschaftsgipfel versammelt das SGES seit 2013 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zum Thema Nachhaltigkeit. Stephan Künzle, Stadtpräsident von Winterthur, betonte, dass hierbei Eigenschaften von Vorteil seien, die durch die Corona-Pandemie in den Vordergrund gerückt seien: Agilität und Flexibilität.

Auf dem Podium bekannten sich zahlreiche Schweizer Unternehmensvertreter zu konkreten Nachhaltigkeitszielen. So berichteten der CEO des Migros-Genossenschafts-Bunds, Fabrice Zumbrunnen, wie auch der Vorsitzende der Hilti-Konzernleitung Christoph Loos über umfangreiche Programmen zur Förderung der Nachhaltigkeit, unter anderem mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft. Als Vertreter der Dachorganisation der Schweizer Wirtschaft stellte economisuisse-Präsident Christoph Mäder das economiesuisse-Klimaprogramm der Wirtschaft vor. Es enthält Handlungsanweisungen zur Erreichung des Netto-Null-Ziels bis 2050.

Der Verwaltungsratspräsident des Industriekonzerns OC Oerlikon, Michael Süss, betonte insbesondere, welchen international mächtigen Hebel die Schweizer Wirtschaft trotz ihrer geringen Einwohnerzahl besitze. So trage Oerlikon durch die Beschichtung von Flugzeugturbinen weltweit dazu bei, 25 Millionen Tonnen CO2 einzusparen. Dieses globale Potenzial müsse weiter gefördert werden, so Süss.

Innovationsgeist wurde durch pragmatische Lösungen beim SGES nicht nur in einer Ausstellung präsentiert. An der dreitägigen Veranstaltung fanden über 18 Foren statt, in denen vertieft diskutiert wurde. Darunter waren Themen wie die nachhaltige Gestaltung urbaner Logistik; anhand des Landes Liechtenstein wurde erörtert, wie ganze Wirtschaftsräume nachhaltig werden können. yvh