Versandbeutel aus St.Gallen hilft Kreislaufwirtschaft

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St.Gallen – Das St.Galler Jungunternehmen Kickbag bietet mit seinem wiederverwendbaren PET-Beutel eine nachhaltige und klimaneutrale Versandlösung. Die Beutel werden vom Empfänger an den Absender geschickt und dann erneut verwendet.

Das Jungunternehmen Kickbag GmbH mit Sitz in St.Gallen hat zum Weihnachtsgeschäft eine Kampagne lanciert, um auf seine Mehrwegbeutel „Kickbag – for nature“ aufmerksam zu machen. Laut Medienmitteilung hat das im Juli 2020 gegründete Start-up allein im Frühjahr und Sommer 2021 über 12’000 Kickbag-Sendungen verschickt. Zum Verfahren hiess es bei der Unternehmensgründung: Die Kunden falten den Beutel dank Klettverschluss auf eine Briefgrösse zusammen und deponieren ihn im nächsten Briefkasten. Zurück beim Händler wird der Kickbag für den nächsten Versand verwendet. Der langlebige Kickbag könne anstelle von Einwegverpackungen für den Versand fast aller Produkte eingesetzt werden.

Der Kickbag gebe der Schweizer Kreislaufwirtschaft Schub, denn die Verpackungslösung aus St.Gallen könne mehr als nur Geschenke transportieren, heisst es in der Medienmitteilung. Der Beutel könne auf dem Rückweg vom Konsumenten zum Händler sogar Waren einsammeln, zum Beispiel Batterien oder Altkleider.

„Als wir den Kickbag im Sommer 2020 für unsere Online-Shops Stadtlandkind.ch und Stoff&so entwickelten, haben wir das enorme Potenzial schnell erkannt“, wird Tobias Zingg, Mitgründer von Kickbag, zitiert. Als Erstkunden seien Firmen wie PKZ, Walder Schuhe, Coop Bau+Hobby oder die Schweizer Armee gewonnen worden. „Ein wichtiger Erfolgsfaktor war, dass wir gemeinsam mit der Schweizerischen Post alle Hürden aus dem Weg räumen konnten, um den Kickbag reibungslos zu transportieren“, so Zingg weiter.

Im Versandhandel gebe es Handlungsbedarf, Das zeige eine Studie der Schweizerischen Post. Laut dieser wünschen sich die Konsumenten nachhaltige Versandlösungen. „Die Kunden wählen heute nicht nur das Produkt, sondern ein Gesamtpaket. Wer beim Versand keinen unnötigen Abfall produziert, punktet bei umweltbewussten Kunden“, wird Zingg zitiert. gba