Universität Basel engagiert sich mehr für Wertstoffe

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Basel – Die Universität Basel hat für zwei ihrer Institute ermittelt, welche Mengen wiederverwertbarer Materialien 2019 in ihrem Abfall enthalten waren und wie sie wiederverwertet werden. Dieses Verfahren zur Erfassung von Wertstoffen will die Universität nun auf alle ihre Standorte ausdehnen.

Das Ressort Facilities und die Fachstelle für Nachhaltigkeit der Universität Basel haben ein umfassendes Wertstoff-Monitoring gestartet: Für ihre beiden Standorte Mitte und Life Sciences Klingelberg ermittelten sie, welche Wertstoffe in welchen Mengen im Jahr 2019 anfielen und wie bedeutend die einzelnen Wertstoffgruppen und deren Wiederverwertung für die Umwelt sind. 

„Die Ergebnisse fielen teilweise überraschend aus“, wird Projektleiter Gregor Braun von der Fachstelle für Nachhaltigkeit in einer Medienmitteilung zitiert. So wiesen ausgemusterte Elektro- und Elektronikgeräte trotz ihres eher geringen Anteils am gesamten Abfallvolumen die höchste Umweltwirkung auf. „Computer und andere Elektronikgeräte sind sehr relevant für die Ökobilanz, das Bewusstsein dafür ist hingegen noch relativ gering“, so Braun. Daher sei es wichtig, ihre Nutzungsdauer zu verlängern, eventuell auch ausserhalb der Universität.

Dass sich die Wiederverwertung von PET, Aluminium und Papier lohnt, sei hingegen in den Köpfen der Studierenden und Mitarbeitenden längst angekommen. Deshalb gebe es hier kein grosses Optimierungspotenzial. Doch könne etwa in der Forschung noch einiges für die Vermeidung von Abfällen getan werden.

Nun soll dieses Wertstoff-Monitoring schrittweise auf alle Standorte der Universität ausgedehnt werden. „Dies, damit wir den Ist-Zustand verstehen und daraus Handlungsmöglichkeiten ableiten können“, erklärt Braun. mm