ReWorks holt wiederverwertbare Hygienemaske in die Schweiz

Horw LU – Die Hygienemasken der Marke EcoBreathe sind vollständig wiederverwertbar. ReWorks will die in England entwickelten Masken in die Schweiz bringen. In einem ersten Schritt sollen sie zusammen mit Sammelsystemen Firmenkunden angeboten werden.

Jeden Tag werden in der Schweiz rund 3,5 Millionen Hygienemasken weggeworfen, schreibt ReWorks in einer Mitteilung. Für die Wiederverwertung sind die meisten von ihnen nicht geeignet, da die Masken aus einef Komposition von Stoff, Metall und Gummi bestehen. Die in England entwickelte IIR-Hygienemaske EcoBreathe besteht dagegen komplett aus dem Kunststoff Polypropylen und kann daher vollständig wiederverwertet werden.

ReWorks will EcoBreathe in die Schweiz bringen. Das wiederverwertbare Produkt sei dabei nur der erste Schritt, erläutert ReWorks-Mitgründer Walter Küpfer. „Die grosse Herausforderung liegt in der Handhabung, in der Sammlung und in der Logistik, damit ein sauberer Recyclingkreislauf entsteht.“

Um diese Herausforderung zu bewältigen, spannt das Luzerner Jungunternehmen mit der Schweizerischen Post und Recoplast zusammen. Um eine Ansteckungsgefahr zu vermeiden, dürfen die Masken nicht von Hand sortiert werden, sondern müssen möglichst sortenrein der Wiederverwertung zugeführt werden. „Eine essenzielle Rolle im gesamten Recyclingprozess spielen unsere Kunden, welche die EcoBreathe-Maske von herkömmlichen Hygienemasken und sonstigen Abfällen trennen müssen“, erklärt Küpfer.

In einem ersten Schritt sollen die Masken deswegen auch ausschliesslich Firmenkunden angeboten werden. Hier liesse sich die sortenreine Sammlung leichter organisieren als in Privathaushalten, heisst es in der Mitteilung. Zudem plant ReWorks, seine Kunden entsprechend zu beraten und ihnen spezielle Sammelboxen zur Verfügung zu stellen.

Als einen weiteren Vorteil von EcoBreathe führt ReWorks den Produktionsstandort der Masken an. Während die meisten Hygienemasken in China hergestellt werden, werden die EcoBreathe-Masken in der näher am Markt gelegenen Türkei produziert. Dies habe kürzere Transportwege und damit auch weniger CO2-Emissionen zur Folge, schreibt ReWorks. hs