Panatere erhält Label für Kreislaufwirtschaft

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Saignelégier JU – Panatere, Hersteller von Uhrengehäusen, darf nun eigenen Angaben zufolge das Label Circular Economy Switzerland tragen. Das Unternehmen hat ein Verfahren zur Rückgewinnung hundertprozentig reinen Edelstahls entwickelt.

Panatere produziert nachhaltige Uhrengehäuse. Das Kerngeschäft des Unternehmens besteht in der Rückgewinnung und Bearbeitung von Rohstoffen wie Stahl, Titan, Gold und Platin. Nun sei Panatere „als erstes Unternehmen seiner Branche“ für seinen fünfstufigen Rückgewinnungsprozess von Edelstahl mit dem Gütesiegel Circular Economy Switzerland ausgezeichnet worden, schreibt Panatere in einer Medienmitteilung. Dafür seien die strengen DIN- und CE-Normen angelegt worden.

Panatere hat ein Verfahren für die Rückgewinnung von Edelstahl aus Stahlschrott entwickelt. Sie ermögliche die Produktion von recyceltem Stahl mit einem im Vergleich zum Standardprozess zehnfach reduzierten CO2-Fussabdruck. „Panatere hat mehr als vier Jahre damit verbracht, einen umfassenden Prozess zu entwickeln und die Qualitätsformel richtig hinzubekommen, ohne Zusatz von Chemikalien oder Mineralien“, wird Panatere-Inhaber Raphaël Broye in der Mitteilung zitiert. „Ein akkreditiertes Prüflabor in La Chaux-de-Fonds half uns, die Qualität des Materials in Bezug auf die Polier- und Bearbeitungsfähigkeit zu zertifizieren.“

Über 40 Partner des Unternehmens hätten strenge Kriterien einhalten müssen, um die Anforderungen an eine Kreislaufwirtschaft zu erfüllen. Zudem fokussiere Panatere auf kurze Lieferketten. Für das kommende Jahr kündigt der selbsternannte „Pionier recycelter Rohstoffe“ auf seiner Internetseite drei neue Rezyklate an: für rostfreien Stahl, Titan und Kunststoffe.

Zudem arbeite Panatere an der Errichtung eines regionalen industriellen Solarofens – als öffentliches Gut, das auch anderen Industrien zur Verfügung steht. Ein solcher Ofen werde kleinere Produktionsumfänge zulassen, als dies in grossen Giessereien möglich ist. Wie es in der Mitteilung dazu heisst, schätze eine Studie, dass ein Solarofen den CO2-Fussabdruck für die Stahlproduktion um den Faktor 165 reduzieren würde. mm