Nachhaltige Technologien brauchen Förderung

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Bern – Das Nationale Forschungsprogramm Nachhaltige Wirtschaft hat Empfehlungen für die Politik zum Übergang in eine nachhaltige Wirtschaft erarbeitet. Unter anderem sollten Umweltauswirkungen in die Marktpreise einfliessen. Nachhaltige Technologien und Innovationen brauchen Unterstützung.

Das Nationale Forschungsprogramm Nachhaltige Wirtschaft: ressourcenschonend, zukunftsorientiert, innovativ (NFP 73) des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) hat zwischen 2016 und 2023 insgesamt 29 Forschungsprojekte durchgeführt. Sie haben wissenschaftliche Erkenntnisse für eine nachhaltige Wirtschaft erarbeitet, erläutert der SNF in einer Mitteilung. Barbara Dubach, Gründerin und Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums engageability, hat als Leiterin Wissenstransfer des NFP 73 agiert. 

Zum Abschluss des Programms stellt das NFP 73 in dem Leitfaden „Politikempfehlungen“ insgesamt acht Vorgaben für den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft auf. So empfiehlt der Leitfaden, nachhaltige Technologien und Innovationen durch nachhaltige Finanzinstrumente zu fördern. Umweltauswirkungen sollten in die Marktpreise einfliessen. Vom Bund wird eine Vorbildrolle etwa bei Umweltstandards, Beschaffungswesen und Subventionen eingefordert. „Durch die Kombination von freiwilligen Initiativen und gesetzlichen Anreizen in der Privatwirtschaft entsteht eine Win-Win-Situation, bei der sowohl die Natur als auch das Wohlergehen gestärkt werden“, wird Gunter Stephan, Co-Präsident des NFP 73, in der Mitteilung zitiert.

Im Rahmen des Programms arbeiteten die Forschenden eng mit Partnern aus Wirtschaft, öffentlicher Hand und Zivilgesellschaft zusammen, erläutert Regina Betz, Co-Präsidentin des NFP 73. „So konnten beispielsweise innovative, finanziell rentable Kreislaufgeschäftsmodelle – in der Baubranche und mit Geräteherstellern – entwickelt werden, die den Ressourcenkreislauf schliessen und ökonomische sowie ökologische Ziele miteinander vereinen.“ ce/hs