Limmat soll ab 2027 renaturiert werden

Kloster Fahr – Die Limmat soll auf 3,2 Kilometern zwischen Schlieren, Ober- und Unterengstringen renaturiert werden. Der Kanton will Lebensräume für die Natur und mehr Platz für Naherholung schaffen sowie das Siedlungsgebiet schützen. Er rechnet mit Kosten von 70 Millionen Franken.

Der Kanton Zürich will die Kanalisierung der Limmat teilweise wieder rückgängig machen. Im Rahmen des Projekts Lebendige Limmat will er den Fluss auf 3,2 Kilometern ab der Zürcher Stadtgrenze wieder renaturieren, schreibt er in einer Mitteilung

Die Renaturierung soll zum einen an unbefestigten und kiesigen Ufern, auf Kiesinseln und im Fluss selbst neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen. Der Flussraum soll zum anderen zumindest teilweise auch der Erholung zur Verfügung stehen. Ausserdem soll der aufgeweitete Flussraum zusammen mit neuen Schutzdämmen die Siedlungsgebiete entlang des Flusses besser gegen Hochwasser bieten.

Mit dem Projekt verbessert sich auch der Schutz vor Extremereignissen wie Hitze und Trockenheit. Es sei die wohl bedeutendste Gewässer-Revitalisierung, die der Kanton Zürich im urbanen Umfeld je realisiert habe, heisst es auf der Internetseite der Baudirektion. Vor über 100 Jahren wurde die Limmat kanalisiert und begradigt – für den Schutz vor Hochwasser und um Land zu gewinnen. Als Folge verschwand aber die grosse Vielfalt an Tieren und Pflanzen in und am Fluss wie auch das lebendige Bild der Flusslandschaft.

Der Kanton rechnet mit Kosten für die Planung und Umsetzung von 70 Millionen Franken. Diese werden gemeinsam von Bund und Kanton getragen. Mit der Umsetzung wird ab 2027 gerechnet. Regierungsrat Martin Neukom hat Projekt am 30. September gemeinsam mit den Projektpartnern im Kloster Fahr lanciert. gba