Kunststoffe sollen künftig wiederverwertet werden

News-Sustainability-Today

Bern – Plastikabfälle sollen künftig nach Möglichkeit wiederverwertet statt verbrannt werden. Diesen Auftrag hat nun das Parlament dem Bundesrat erteilt. Dieser soll dafür nun eine Verordnung erlassen.

Der Ständerat hat am Dienstag eine Motion des St.Galler FDP-Nationalrats Marcel Dobler ohne Diskussion angenommen. Diese beauftragt den Bundesrat, „mittels Verordnung festzulegen, dass stofflich verwertbare Anteile von Kunststoffabfällen schweizweit koordiniert und flächendeckend getrennt gesammelt und hochwertig stofflich verwertet werden können“. 

Derzeit werden in der Schweiz nur PET-Flaschen systematisch gesammelt und wiederverwertet. Der Grossteil des übrigen Plastikabfalls wird dagegen verbrannt. Dabei könnten bis zu 31 Prozent der entsorgten Plastikabfälle stofflich verwertet werden, schreibt Dobler in seiner Begründung. Derzeit seien es nur 11 Prozent. Eine stoffliche Verwertung senke den CO2-Ausstoss und die Umweltbelastung generell.

Der Bundesrat hat bereits im August die Annahme der Motion beantragt. Der Nationalrat hat ihr im September zugestimmt. Nun kann der Bundesrat die geforderte Verordnung erarbeiten.

Die bisherige Separatsammlung für PET-Getränkeflaschen soll erhalten bleiben. Denn nur reines PET kann für die Flaschenproduktion wiederverwendet werden. stk