Internationales Abkommen soll Verschmutzung mit Plastik eindämmen

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Paris – Die Mitgliedstaaten des UN-Umweltprogramms UNEP haben einen ersten Entwurf eines Abkommens zur Eindämmung der globalen Verschmutzung mit Plastik in Auftrag gegeben. Dieser soll die Grundlage für die nächste Verhandlungsrunde im November in Nairobi bilden.

Die zweite Verhandlungsrunde zur Eindämmung der globalen Verschmutzung mit Plastik ist am 2. Juni in Paris zu Ende gegangen. An ihr haben über 700 Delegierte von 169 Mitgliedsländern des UN-Umweltprogramms (UNEP) und über 900 Vertretende nicht-staatlicher Organisationen teilgenommen. Die Delegierten haben den Vorsitzenden der Verhandlungen, den peruanischen Diplomaten Gustavo Adolfo Meza-Cuadra Velasquez, und dessen Sekretariat beauftragt, einen ersten Entwurf für ein solches Abkommen auszuarbeiten. 

Der Entwurf des Abkommens wird die Grundlage für die dritte Verhandlungsrunde bilden, die im November am UNEP-Sitz in Nairobi vorgesehen ist. 

UNEP-Exekutivdirektorin Inger Andersen fordert die Mitgliedstaaten auf, die Dynamik aufrechtzuerhalten. „Die Welt ruft nach einem umfassenden Abkommen, das innovativ, inklusiv und transparent ist“, wird sie in einer UNEP-Pressemitteilung zitiert. Plastik sei zu lange die Rückfalllösung für die Gestaltung von Produkten gewesen. „Es ist Zeit, weniger Plastik zu verwenden, insbesondere solches Plastik, das unnötig und problematisch ist“, so Andersen. Produktverpackungen müssten so gestaltet werden, dass weniger Plastik gebraucht werde. Das Design müsse so ausgerichtet sein, dass es die Wiederverwendung und die Wiederverwertung ermögliche.

DIe UNEP-Mitgliedstaaten haben die Organisation im Februar 2022 beauftragt, bis Ende 2024 ein international bindendes Abkommen zur Eindämmung der Plastikverschmutzung auszuarbeiten. Die erste Verhandlungsrunde hatte im November 2022 in Punta del Este in Uruguay stattgefunden. ce/stk