Innovativer Fischleitrechen geht in Pilotbetrieb

Zürich/St.Gallen – Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich und die St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG haben einen innovativen Fischleitrechen entwickelt. Er geht im Sommer in die Pilotphase. Im Erfolgsfall soll er bei grossen Wasserkraftwerken installiert werden.

Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) und die St.Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) arbeiten gemeinsam an einem neuen Fischleitrechen. Dieser soll den Schutz von Fischen beim Passieren von Wasserkraftwerken erhöhen.

Die Entwicklung zeichnet sich durch eine spezielle Stab-Krümmung aus, die im Wasser Druckunterschiede erzeugt. Fische sollen dies als Hindernis erkennen und dem Rechen entlang in einen sicheren Bypass schwimmen, um flussabwärts abzusteigen.

Der Fischleitrechen wird derzeit beim SAK-Kraftwerk Herrentöbeli an der Thur im Kanton St.Gallen installiert, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Ab Sommer soll die Pilotphase starten. Verläuft diese erfolgreich, soll die Entwicklung nach Ostschweizer Vorbild auch bei grossen Wasserkraftwerken in der Schweiz und im Ausland eingesetzt werden.

Das Feldforschungsprojekt wird aufgrund des internationalen Einsatzpotenzials auch vom Bundesamt für Umwelt unterstützt. Ausserdem hat der Bund auch aufgrund des neuen Gewässerschutzgesetzes von 2011 Interesse an solchen Innovationen. Das Gesetz schreibt Massnahmen zur Wiederherstellung der Fischwanderung in Schweizer Flüssen vor. ssp