Importe beeinflussen Umweltwirkung der Ernährung

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Bern – Importe aus Ländern mit hohen Umweltstandards und weniger Verschwendung von Lebensmitteln würden die Umweltbilanz der Schweizer Ernährung deutlich verbessern. Das hat Agroscope mit einer Studie belegt.

Zwei Strategien führen zu einer besseren Umweltwirkung der Schweizer Ernährung: wenn aus Ländern importiert wird, die selbst hohe Umweltstandards einhalten, und wenn überhaupt weniger importiert wird. Letzteres könne laut einer Medienmitteilung von Agroscope dadurch erreicht werden, dass entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis hin zum Konsum Nahrungsmittelverluste und -abfälle vermieden werden. Das führe automatisch zu weniger Importen.

Laut Berechnungen von Agroscope, dem Kompetenzzentrum des Bundes für die Forschung in der Land- und Ernährungswirtschaft sowie im Umweltbereich, wirken sich beide Massnahmen positiv auf die Umweltbelastung der Ernährung aus. Doch sei deren Wirksamkeit unterschiedlich. Bei der Auswahl der Importländer lasse sich die Belastung je nach Szenario um 16 bis 27 Prozent reduzieren. Vor allem bei Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs sinke dieser Prozentsatz jedoch deutlich.

Hingegen wirke die Vermeidung von Nahrungsmittelverlusten und -abfällen immer positiv. Sie reduziere die Umweltwirkungen eines mit landwirtschaftlichen Produkten bestückten Schweizer Warenkorbs um bis zu 87 Prozent, „ohne unerwünschte Nebenwirkungen“. Weniger Verschwendung bei tierischen Produkten reduziere die Umweltwirkungen stärker als bei pflanzlichen. Dementsprechend habe das Konsumverhalten einen Einfluss auf die Umweltbelastung der Ernährung. Überhaupt hingen mögliche Verbesserungen stark von den politischen Rahmenbedingungen und vom Verhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher ab. mm