Freitag entwickelt kreislauffähige Lastwagenplane

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Zürich – Die Freitag Lab AG entwickelt gemeinsam mit verschiedenen Industriepartnern eine komplett kreislauffähige Plane für Lastwagen. Damit will das Unternehmen künftig zur Herstellung seiner Taschen nicht nur Planen wiederverwenden, sondern auch den eigenen Materialkreislauf schliessen.

Freitag, Zürcher Hersteller von Planentaschen, will künftig ausgedienten Lastwagenplanen nicht nur ein zweites, „sondern ein ewiges Leben schenken“, heisst es in einer Medienmitteilung. Anstatt im Müll sollen die Planen, aus denen die Taschen gefertigt werden, einmal im biologischen oder im technischen Kreislauf landen. Was in der Branche fehle, sei ein zukunftsfähiges Material in einem geschlossenen Kreislauf. Um dieses zu entwickeln und auch den eigenen Materialkreislauf zu schliessen, habe sich die Firma vor einem Jahr mit verschiedenen Industriepartnern zusammengetan.

Auch eine neue, zirkuläre Plane werde ähnlich wie die bestehende aufgebaut sein, so Freitag. Wie das robuste Gewebe mit einer weichen, wasser- und schmutzabweisenden Beschichtung einmal wieder in seine Grundstoffe zerlegt und wiederverwertet oder kompostiert werden kann, sei nun die grosse Frage. Doch einige Teilantworten seien bereits gefunden.

Damit alle Herstellungsschritte und chemischen Bestandteile als kreislauffähig bezeichnet werden können, würden sie vom Partner EPEA – Drees & Sommer Cradle to Cradle-zertifiziert. Dass das biologisch basierte Beschichtungsmaterial in praxisnahen Belastungstests teilweise sogar besser abschneide als PVC, freut Bigna Salzmann, Circular Technologistin bei Freitag, laut der Mitteilung ganz besonders. „Diesen Weg wollen wir unbedingt weiterverfolgen, auch wenn dies noch einiges mehr an Entwicklungsarbeit erfordert.“.

Ein Prototyp soll noch 2022 auf einen Lastwagen aufgezogen werden. Wann eine Serienproduktion gestartet werden könne, sei jedoch schwierig vorherzusagen. mm