EU-Parlament fordert Verbraucherrecht auf Reparatur

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Brüssel – Das Europäische Parlament hat deutlich dafür gestimmt, das Recht der Verbraucher auf Reparatur zu unterstützen. Jetzt soll eine für alle EU-Länder gleiche und obligatorische Kennzeichnung mit Angaben zur Haltbarkeit und Reparaturfähigkeit eines Produkts kommen.

Das Europäische Parlament hat mit 395 Ja-Stimmen bei 94 Nein-Stimmen und 207 Enthaltungen eine Resolution angenommen, die das Recht der Verbraucher auf Reparatur unterstützt. Damit habe es eine klare Botschaft ausgesandt, wird Berichterstatter und Parlamentsmitglied David Cormand aus Frankreich in einer Mitteilung von iFixit zitiert: „für eine einheitliche, obligatorische Kennzeichnung mit Angaben zur Haltbarkeit und gegen das vorzeitige Veralten von Geräten“.

iFixit ist ein nordamerikanisches Unternehmen und eine weltweite Gemeinschaft von Menschen, die sich gegenseitig helfen, Dinge zu reparieren. Ausserdem sind auf der multilingualen Internetplattform alle Werkzeuge erhältlich, die dafür nötig sind.

Nun hoffen Mitglieder der europäischen Kampagne für das Recht auf Reparatur wie Ugo Vallauri auf rasche Massnahmen, „um einen obligatorischen Reparierbarkeitsindex für alle elektrischen und elektronischen Produkte einzuführen, die EU-weit verkauft werden“. Frankreich werde bereits im Januar einen solchen Index für Smartphones, Laptops und andere Produkte einführen. Österreich senke die Steuern auf Reparaturdienstleistungen und gewähre Subventionen für Verbraucherreparaturen.

„Dies ist ein grosser Gewinn für die Verbraucher in ganz Europa“, wird Matthias Huisken, Director of Advocacy bei iFixit Europe, in der Mitteilung zitiert. „Dieses Abstimmungsergebnis wird eine Welle neuer reparaturfreundlicher Richtlinien in Gang setzen, von Reparatur-Indizes bis hin zur Offenlegung der Lebensdauer von Produkten.“ mm