Essbare Becher machen Kaffeegenuss nachhaltig

Uzwil SG/Plowdiw – Die Bühler Group und das bulgarische Start-up Cupffee arbeiten bei der Produktion von essbaren Kaffeebechern zusammen. Plastikbecher für Kaffee werden damit ersetzt. Derzeit werden etwa 3 Millionen Becher pro Monat produziert.

Mit essbaren Kaffeebechern wollen die Bühler Group in Uzwil und das Jungunternehmen Cupffee mit Sitz im bulgarischen Plowdiw etwas gegen die Flut von Plastikmüll im Lebensmittelsektor unternehmen. Laut Medienmitteilung spannen beide Unternehmen zusammen, um die laufende Produktion von „Keksbechern“ zu erweitern. Derzeit werden rund 3 Millionen essbare und knusprige Waffelbecher pro Monat produziert. Der Ausstoss soll laut der Mitteilung in den nächsten zwei Jahren verdoppelt oder verdreifacht werden. Cupffee plant, zwei weitere Produktionslinien für essbare Becher in seiner Fabrik in Plowdiw zu installieren. 

Die Idee zur Produktion essbarer Kaffeebecher stammt vom bulgarischen Unternehmer Miroslaw Zaprianow. Seine Firma Cupffee stellt seit 2014 essbare Becher her. Seit 2016 arbeiten die Bühler Group und Cupffee arbeiten zusammen.

Auf der Suche nach dem perfekten Rezept für die Tassen unternahm Cupffee viele Versuche. „Es hat ein paar Jahre gedauert, bis wir die endgültige Version des Rezepts gefunden hatten“, wird Zaprianow zitiert. Der essbare Becher darf über Stunden hinweg nicht auslaufen und soll mindestens 40 Minuten lang knusprig bleiben.

Das Bühler Team in Sofia nahm laut der Mitteilung vor sechs Jahren Kontakt mit Zaprianow auf, um ihn über die Vorteile von Produkttests im Bühler Wafer Innovation Center in Leobendorf in Österreich zu informieren. Bühler verfügt dort über Lösungen für gegossene Tüten und Becher. Das würde Cupffee ermöglichen, in industriellem Massstab zu produzieren, um die wachsende Nachfrage zu decken. Mit dem Bühler-Ofen Franz Haas MTA-V für festen Teig und der Produktionslinie für essbare Becher ist es Cupffee gelungen, schnell zu wachsen und sein Produkt auf dem Massenmarkt einzuführen. gba