Detailhändler setzen Kreislaufwirtschaft nur zögerlich um

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Zürich – Der Detailhandel kommt auf dem Weg zu einer kreislauffähigen Wirtschaftsweise nur schleppend voran. Wie eine von Greenpeace veröffentlichte Untersuchung zeigt, befinden sich die zwölf umsatzstärksten Branchenvertreter noch weit entfernt vom Ideal.

Greenpeace hat in einer Studie die Kreislauffähigkeit des Detailhandels untersucht, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Die Umweltschutzorganisation sieht auf Seiten der zwölf umsatzstärksten Vertreter des Detail- und Online-Handels sowie von Warenhäusern zu wenig Engagement, Produkte mehrfach und länger zu nutzen sowie Dienstleistungen auf die Ziele der Kreislaufwirtschaft hin zu optimieren. 

Dem Detailhandel stehen zahlreiche Stellschrauben zur Verfügung, mit denen sich mehr Kreislaufwirtschaft in die Unternehmen bringen liesse. „Dienstleistungen anbieten statt Produkte, Werkzeuge vermieten statt verkaufen, gebrauchte Möbel retour nehmen und wiederverkaufen und defekte Kleider flicken“, zählt Greenpeace auf.

Keines der in der Studie berücksichtigten Unternehmen erhielt gute Noten, doch bei den Bemühungen weichen die Händler stark voneinander ab, heisst es. Während die am besten bewertete Migros „mitten im Rennen“ sei, habe der zweitplatzierte Detailhändler Coop „gerade begonnen“. Positiv wurden „einige gute Beispiele für Angebote im Sinne von Reparatur und Kreislaufwirtschaft“ bei Coop und nachfolgend bei Brack und Digitec Galaxus vermerkt.  

Landi, Richemont und Zalando stünden „noch in den Startlöchern“. Schlusslicht bilde die Warenhauskette Manor, bei der sich „bis jetzt keine Anstrengungen“ ermitteln lassen. Grosse Ketten und globale Online-Händler seien für den Vergleich trotz mehrmaliger Nachfrage „nicht angetreten“.

Im Bestreben, den Wandel zur Kreislaufwirtschaft zu fördern, fordert Greenpeace gesetzliche Rahmenbedingungen. heg