Cloud Sofa soll Kreislaufwirtschaft stärken

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Zürich – Der Prototyp des Cloud Sofa macht auf etwa 1 Million gebrauchter Matratzen aufmerksam, die in der Schweiz jährlich verbrannt werden. Für das Projekt wird gereinigter Schaumstoff aus Altmatratzen wiederverwendet. Es liefert zudem Erkenntnisse für die Kreislaufwirtschaft in der Möbelbranche.

Ein Pilotprojekt stellt nach eineinhalb Jahren Entwicklungsarbeit den Prototyp für das Cloud Sofa vor. Für die Füllung der Polster werden gereinigte Schaumstoffe aus gebrauchten Matratzen wiederverwertet. Das Cloud Sofa wird im Rahmen der SHIFT Switzerland, einer Veranstaltung zur Geschäftsanbahnung für die Schweizer Kreislaufwirtschaft, am 9. Mai in Lausanne und am 12. Mai in Bern ausgestellt.

Damit will die Zürcher Initiative Make Furniture Circular gemeinsam mit Fink Product Design mit Sitz in Münchenstein BL und dem Möbelhersteller Girsberger aus Bützberg BE der enormen Ressourcenverschwendung durch die Entsorgung gebrauchter Matratzen begegnen. Ausserdem soll durch neue Erkenntnisse aus diesem Projekt die Kreislaufwirtschaft in der Möbelbranche gestärkt werden.

Laut einer Medienmitteilung von Make Furniture Circular besteht eine der Haupterkenntnisse aus der Entwicklungsreise für das Cloud Sofa darin, dass die Kreislaufwirtschaft beim Design beginnt. Demnach sollte ein Produkt „zeitlos, einfach reparierbar, auffrischbar und anpassbar“ sein. Dabei sind nachwachsende Rohstoffe oder Sekundärrohstoffe vorzuziehen. Ausserdem muss die vollständige Rezyklierbarkeit von Anfang an mitgedacht werden.

Weil die Vorurteile gegenüber Sekundärrohstoffen bezüglich Qualität und Preis noch zu gross seien, brauche es „mehr Bewusstmachung und – zumindest in der Anfangsphase – staatliche Anreize, etwa durch steuerliche Vergünstigungen“. mm