Alte Matratzen sollen zu Sofas werden

Zürich/Basel – Die Initiative Make Furniture Circular und die Agentur Fink Product Design spannen zusammen. Gemeinsam wollen sie Sofas ermöglichen, die aus dem Schaumstoff alter Matratzen produziert werden. Damit soll das zirkuläre Denken in der Möbelbranche angekurbelt werden.

Die Initiative Make Furniture Circular (MFC) und die Basler Agentur Fink Product Design arbeiten an einem Pilotprojekt namens Cloud Sofa. Das Ziel ist es, zirkuläre Sofas zu ermöglichen. Nach der Vorstellung der Partner sollen die Sofas aus dem geflockten Schaumstoff gebrauchter Matratzen hergestellt werden. Das Gestell soll aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz hergestellt werden. Beim Kissenbezug sollen biologisch abbaubare und Cradle to Cradle-zertifizierteTextilien zum Einsatz kommen. Unternehmen, die ihre Produkte nach diesem Prinzip zertifizieren wollen, müssen nachweisen können, dass alle Bestandteile entweder im technischen Kreislauf gehalten oder sicher wieder in den biologischen Kreislauf zurückgeführt werden können.

Um die Umwelt zu schonen, sollen die Sofas beim Endkunden montiert werden. So sei nämlich eine platzsparende Auslieferung möglich. Ausserdem soll der Kunde auch mögliche Reparaturen eigenständig vornehmen können.

Die MFC und Fink Product Design arbeiten bereits mit mehreren Partnern zusammen, um das sogenannte Cloud Sofa zu ermöglichen. Zu diesen gehört etwa der Möbelhersteller Girsberger aus Thunstetten BE, das Holzbiegewerk K. Winkler AG aus Felsenau AG oder die Berner OceanSafe AG, die auf kreislauffähige Textilien spezialisiert ist. MFC hat ausserdem eine Matratzenallianz lanciert, die aus Akteuren entlang der Matratzen-Wertschöpfungskette besteht. Das Ziel der Allianz ist es, die Wiederverwertung der Matratzenkomponenten in der Schweiz voranzutreiben.

Mit Cloud Sofa wollen MFC und Fink Product Design eigenen Angaben zufolge ein Leuchtturmprojekt schaffen, um das das zirkuläre Denken in der Möbelbranche anzukurbeln. Es sollen aber auch andere Branchen zum Nachahmen inspiriert werden. Letztendlich sollen in der Schweiz ansässige Firmen für die Nutzung von Sekundärrohstoffen begeistert werden.

MFC wird vom Migros-Pionierfonds unterstützt und von der Zürcher Stiftung Pusch geführt. ssp